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UNICEF Gewaltschutz-Schulung für die Standorte der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen in Osnabrück

Die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) bietet Menschen, die aus ihrem Heimatland geflohen sind, einen geschützten Raum. Doch das Leben mit anderen Nationalitäten in beengten Verhältnissen ist nicht immer konfliktfrei. Die Mitarbeiter*innen der LAB NI stehen vor der großen Herausforderung, die Menschen vor Gewalt zu schützen.

Um dieses Thema zu vertiefen, trafen sich zu einer umfassenden Schulung zur Gewaltprävention Entscheidungsträger, wie Standortleiter*innen, Fachbereichsleiter*innen, Sachgebietsleiter*innen und Sozialarbeiter*innen in dieser bisher erstmaligen Zusammensetzung an vier Tagen am Standort Osnabrück. Unter der Leitung zweier UNICEF-Mitarbeiterinnen widmeten sie sich einer Vielzahl von Themen, die in verschiedenen Workshops und Gruppenübungen intensiv bearbeitet wurden. Einer der Kerngedanken war, herauszufinden, ab wann Gewalt eigentlich beginnt und wer aufgrund seiner individuellen Persönlichkeit besonderen Schutzes bedarf.

Das Erkennen von Schutzbedürftigkeit, personeller Zusammenarbeit, bauliche Maßnahmen, Vermittlung von Werten zur Prävention sowie Hilfe und Unterstützung in Fällen von Gewalt ist im Schutzkonzept der Ministerien für Inneres und Soziales dokumentiert. Doch es zeigte sich in den individuellen Arbeitsgruppen, dass es verschiedene Sichtweisen unter den Teilnehmer*innen gab, die sich je aus Nähe oder Distanz zu den ermittelten Gruppen ergab. Deshalb wurde zu Beginn in den Arbeitsgruppen eine Roadmap angelegt, deren Themenschwerpunkte im Verlauf abgearbeitet wurden. Weiter waren sich die Teilnehmer*innen einig, einen Verhaltenskodex, der für alle Standort und Außenstellen gelten soll, zu erarbeiten.

Ziel ist, alle Beteiligten, die die Bewohner*innen in den Einrichtungen betreuen, noch mehr zu sensibilisieren physische und psychische Gewalt zu identifizieren und deren Anfänge zu unterbinden. Die dazu nötigen Verhaltensmaßnahmen wurden im Entwurf des Verhaltenskodex deutlich formuliert.

Am Ende der viertägigen Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer*innen einig, dass die umfangreichen Themen, die sich im Alltag einer Einrichtung ergeben, durch die Workshops, Rollenspiele und Vorträge sehr gut bearbeitet wurden. Im Ergebnis war man sich einig, zukünftig Bewohner*innen noch besser schützen zu können. Alle Teilnehmer sprachen sich dafür aus, die Veranstaltung in dieser Konstellation auf jeden Fall zu wiederholen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Artikel-Informationen

25.05.2020

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